Wasser ist ein chao­tis­ches Molekül, das von physikalis­chen Nor­men  erhe­blich abwe­icht. Das macht das Molekül ein­er­seits inter­es­sant, gibt aber auch heute noch viele Rät­sel auf. Es ver­hält sich abso­lut kon­tro­vers gegenüber den Geset­zen des Peri­o­den­sys­tems der Ele­mente, aber eben so wie es für das Leben auf diesem Plan­eten am sin­nvoll­sten ist. Es ist die einzige Sub­stanz, die in drei Aggre­gatzustän­den vorkommt.

Es riecht nicht, schmeckt nicht und hat keine Farbe. Also wozu ist es denn da, wenn es doch schein­bar so gar keine Eigen­schaften zu haben scheint?

Das es Leben gibt, ver­danken wir auss­chließlich dem Wasser und der Tat­sache, dass unser Planet den richti­gen Abstand zur Sonne hat und das Wasser in allen drei Aggre­gatzustän­den wie Gas (Wasser­dampf), als Fes­tkör­per (Eis) oder als Flüs­sigkeit nebeneinan­der existieren kann. Im Wasser finden alle bio­chemis­chen und phys­i­ol­o­gis­chen Prozesse statt. In ihm ist das Leben erst ent­standen und es ist so wichtig, dass die Lebe­we­sen, als sie das Wasser ver­ließen sich ihr Wasser mitgenom­men haben.

Chemisch besteht Wasser zwar nur aus Sauer­stoff und Wasser­stoff und den­noch ist Wasser nicht gle­ich Wasser. In Wasser kön­nen zahlre­iche Stoffe gelöst und trans­portiert wer­den. In ihm beginnt der Kreis­lauf des Lebens, das diesen Plan­eten so ein­ma­lig macht. Erst die reduzieren­den Prozesse von Mikroor­gan­is­men ermöglichen es, dass in dem uni­ver­salen Trend der stetig abnehmenden Ord­nung Leben entste­hen kann, dass durch eine gewaltige Ord­nung eine Entropiezu­nahme ermöglicht. Nur alleine für die DNA betra­chtet, die die genetis­chen Infor­ma­tio­nen für den Bau­plan der Lebe­we­sen enthält, wird ein riesiger Entropieaufwand betrieben, der eine Fülle von Infor­ma­tio­nen enthält. So eine DNA ist eine hoch geord­nete Struk­tur im Ver­gle­ich zu einem Haufen Wasserstoff-, Sauer­stoff– Kohlen­stoffatome und Moleküle. Auch wenn dieser Ord­nungszu­s­tand nur für eine kurze Lebenss­panne andauert und mit dem Tod die Vergänglichkeit durch den Zer­fall dieser Ord­nung sicht­bar wird, so ist das den­noch die Voraus­set­zung, das neues Leben über­haupt erst wieder entste­hen kann.

Um diese her­aus­ra­gende Bedeu­tung des Wassers ver­ste­hen zu kön­nen, müssen wir uns etwas näher mit der Chemie und der Physik des Wassers beschäfti­gen. Auch wenn diese Seite sich eigentlich rund um das Wasser für die Aquar­is­tik und die Aquakul­tur dreht, so wer­den wir den­noch etwas aus­holen, um das Wasser zu ent­mys­ti­fizieren. Was wird dem Wasser nicht alles nachge­sagt: es spe­ichert Infor­ma­tio­nen oder es besitzt Heilkräfte. Wir sind sogar so sehr von der Qual­ität eines bes­timmten Wassers überzeugt, dass wir es tausende Kilo­me­ter trans­portieren, weil wir dort das beste Wasser zu finden glauben. Gründe gibt es also mehr als genug, das es sich lohnt sich inten­siver mit dem Wasser zu beschäftigen.

Fol­gen Sie mir in die Welt des Wassers und ler­nen Sie ver­ste­hen, damit sie selbst urteilen kön­nen ob und wann ein Wasser gut ist oder was wir machen kön­nen, um das Wasser so zu for­men, das es unseren Vorstel­lun­gen entspricht.

Roland Lück